Externe Festplatte

Worterklärung:

Eine externe Festplatte ist eine Festplatte, die über eine Schnittstelle wie USB oder FireWire, eSATA oder als Wechselplattenlaufwerk direkt an einen Computer angeschlossen werden kann. Mittlerweile gibt es auch externe Festplatten, die mit einem LAN-Kabel oder sogar kabellos per WLAN an ein Netzwerk angeschlossen werden, siehe Network Direct Attached Storage.

Die Festplatten selbst sind auch baugleich zu internen Platten, sie besitzen aber zusätzlich eine Konverterelektronik zum Anschluss an die gebräuchlichen externen Schnittstellen. Ein Gehäuse dient zum Schutz vor Staub und Beschädigungen und eingeschränkt auch zur Wärmeableitung. Externe 3,5-Zoll-Festplatten kommen meist als Backupmedium für mittelgroße Datenbestände zum Einsatz. Besonders durch die Datenmengen, die im privaten Bereich durch Multimediadateien wie Musik, Filme und Digitalfotografie anfallen, ist ihr Absatz in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zum Auslagern von Anwendungsdateien eignen sie sich dagegen nur bedingt, da interne Bussysteme (SCSI, ATA oder S-ATA) noch deutlich schneller bei Zugriffszeiten und Transferraten sind. Wenn der PC jedoch einen USB 3.0-Anschluss hat und auch die externe Festplatte in USB 3.0 überträgt (Bruttodatenrate etwa 8mal so hoch wie bei USB 2.0), entfällt dieser Aspekt. 3,5-Zoll-Festplatten gibt es mit Kapazitäten von bis zu 4.000 GB (4 Terabyte).

Lange Zeit erfolgte die Stromversorgung externer Festplatten über Netzteile, was viele Benutzer unhandlich bzw. unpraktisch fanden. Mittlerweile beziehen jedoch viele externe Festplatten über die USB-Schnittstelle ihren Strom (Stand 2011: bis 500 GB einschließlich; bei fast alle 2,5-Zoll-HDDs ist dies so). In der Regel müssen diese Platten dann direkt an eine USB-Schnittstelle des Computers angesteckt werden (das heißt sie dürfen nicht an einen (passiven) USB-Hub angeschlossen werden).

Mittlerweile gibt es auch externe Festplatten-Gehäuse, in denen zwei Festplatten arbeiten. Diese bieten oft RAID 0 für schnelleren Datentransfer und RAID 1 für mehr Datensicherheit.

Die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten eignen sich zum Transport von Daten (siehe auch Turnschuhnetzwerk). Sie benötigen kein Netzteil, sondern werden über den USB- oder FireWire-Anschluss mit Strom versorgt.[1] 2,5-Zoll-Festplatten gibt es mit Kapazitäten von bis zu 1.500 GB (1,5 Terabyte).

1,0-Zoll-Festplatten sind die derzeit kleinsten verfügbaren externen Festplatten.

Eine etwas größere Variante hingegen sind die 1,8 Zoll-Festplatten, welche bis ca. 100 g wiegen und bis zu 250 GB Speicherplatz bieten.

Völlig ohne bewegliche Teile kommt ein Solid-State-Drive (SSD) aus, das mit elektronischen Speicherbausteinen statt mit rotierenden Magnetscheiben arbeitet.

Für die besonders sichere Datenspeicherung existieren unfallgeschützte Datenspeicher.

(Quelle: Wikipedia/Externe Festplatte / CC BY-SA 3.0)